Hier lesen Sie über Idee, Arbeitsweise und Zweck des Vereins sowie über seinen Vorstand.

DIE IDEE

Sprachliche Fähigkeiten spielen in allen Bildungsprozessen eine zentrale Rolle.
Lesekompetenz ist jedem Einzelnen eine  elementare Schlüsselqualifikation für die Persönlichkeitsentwicklung, die Schullaufbahn und den Schulabschluss, die spätere Teilhabe an der Arbeitswelt und ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft.
Lesekompetenz ist lebenslang eine Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, denn insbesondere über das Lesen werden neben Informationen und Fakten auch Ideen und kulturelle Inhalte vermittelt. Lesekompetenz schließt den sinnvollen Umgang mit elektronischen Medien ein.

Kontinuierliche Leseförderung als System: Im Gefolge des PISA-Schocks ist eine Vielzahl von Initiativen entstanden. Leider führt guter Wille nicht automatisch zu guten Ergebnissen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Leseförderung in Deutschland systematisch untersucht und dabei Defizite in drei Bereichen festgestellt:

1. Inhalte der Förderung
Leseförderung zielt oft allein auf Lesemotivation und vernachlässigt dabei das Thema 'Lesestrategien'. Leseverstehen sollte deutlich stärker als kognitive Anforderung verstanden werden, deren Meisterung vielfältiger Lernprozesse bedarf.  

2. Zielgruppen der Förderung
Die Bedürfnisse schwacher Leser und Leserinnen werden viel zu selten gezielt berücksichtigt. Die Lesekampagnen und Events der letzten Jahre erreichen Risikogruppen (z. B. Jungen aus bildungsfernen Schichten und/oder mit Migrationshintergrund) so gut wie gar nicht.

3. Potenzial von Kooperationen
Noch immer werden sehr wichtige Kooperationspartner wie Eltern, Kindergärten, Jugend(sozial)arbeit und Hochschulen kaum in die Arbeit einbezogen. Fruchtbare und systematische Leseförderung kommt jedoch ohne diese Parteien nicht aus!

Ein Netzwerk neuen Typs: Das Netzwerk Leseförderung Lüneburg (NLL) will es von Anfang an besser machen. Im Sinne einer Leseförderung, die als System verstanden und betrieben wird, greift das NLL die Empfehlungen der BMBF-Expertise auf:
 

•    kontinuierliche, konzertierte und strukturierte Zusammenarbeit statt punktueller Einzelaktivitäten
•    Förderung von Teilkompetenzen und Voraussetzungen der Lesekompetenz
•    professionelle Austauschprozesse zwischen Lehrpersonen und außerschulischen Leseförderern
•    Kooperationen von Institutionen, die an Schnittstellen zwischen Bildungssystem und anderen gesellschaftlichen Bereichen (Familie, Bibliotheken, Universität …) liegen.

Ausführliche Informationen zur Frage "Warum Leseförderung?" finden Sie hier.


ARBEITSWEISE UND ZWECK DES VEREINS

Unser Ziel ist es, Lesefähigkeit und (Vor-)Lesefreude bei Kindern ab Kleinkindalter, Jugendlichen und Erwachsenen zu fördern. Dazu bringt das NLL wichtige Partner im Bereich der Leseförderung zusammen: Universität, Literaturbüro, Bibliotheken, Schulen und Kindergärten, private Vereine, Buchhandlungen... 
Gemeinsame Projekte verschiedener Partner ermöglichen Informationsaustausch und gegenseitige Befruchtung.  Das NLL unterstützt die Mitglieder in ihrer Arbeit und koordiniert die Projekte. Die Veranstaltungen "Lüneburg liest" und "Zeitungleser-Weltentdecker" können beide bereits auf eine mehrjährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken und beweisen immer wieder die Effizienz der gemeinsamen Arbeit.
Zusätzlich betreibt das NLL eigene Projekte: "Buchstart" und "Gedichte für Wichte".


DER VORSTAND  

Den Vorstand des Netzwerks Leseförderung Lüneburg bilden Dr. Muthard Hackbarth,ehemaliger Vizepräsident der Bezirksregierung Lüneburg, Kerstin Fischer, Geschäftsführerin des Literaturbüros Lüneburg und Jörg-Erich Scheunemann,ehemaliger Leiter der Berufsbildenden Schulen I in Lüneburg.