P1110312ABilderbücher sind Schätze!

Kinder brauchen ganz besondere Bilderbücher. Bücher, die zum Träumen verführen, die die Fantasie anregen, die Gefühle aufgreifen und die im besten Fall sogar Freunde sind.
Erinnern Sie sich noch an das Lieblingsbuch-Bilderbuch aus Ihrer Kindheit? Vielleicht liegt es noch in einer Schublade und wartet darauf, dass Ihr Kind alt genug ist und Sie ihm daraus vorlesen können.
Bilderbücher sind etwas Wunderbares. Sie helfen Kindern, ihre Liebe zu Büchern zu entdecken - und damit auch zum Lesen und zum Lernen. Eine Liebe, der Sie eine Chance geben, wenn Sie jeden Tag ein wenig Zeit zum Vorlesen nehmen. An diese kostbaren Minuten, in denen Sie aneinander gekuschelt in ein Bilderbuch schauen, wird sich Ihr Kind später immer wieder gern erinnern.  Es sollen kleine "Zeit-Inseln" sein, in denen niemand stören darf, kein Telefon und kein Nachbar.

Achten Sie darauf, dass das gewählte Bilderbuch nicht nur Ihrem Kind, sondern auch Ihnen gefällt. Denn Kinder lieben Wiederholungen und finden viele Geschichten auch nach dem zehnten Mal noch spannend. Rechnen Sie also damit, dass Sie ein Bilderbuch immer wieder lesen werden.

Die Leseforschung weiß heute: Die Grundlagen für einen erfolgreichen Spracherwerb werden lange vor der Einschulung gelegt, nämlich bereits ab der Geburt und ist in der Grundschule nicht abgeschlossen. Das Gehirn ist nur in den ersten ca. 10 Lebensjahren fähig, so lesen zu lernen, dass man es ohne Anstrengung beherrscht.

So unterstützen Sie die Sprachentwicklung Ihres Kindes:

  • Sprechen und singen Sie viel mit Ihrem Kind. Erzählen Sie Geschichten mit einfachen und kurzen Sätzen.
  • Gucken Sie Bilderbücher, lesen Sie Geschichten vor und sprechen Sie darüber.
  • Reden Sie im Alltag ganz normal mit Ihrem Kind.
  • Beschreiben Sie häufig, was Sie gerade tun, zum Beispiel „Ich koche dir jetzt deine Milch". oder „Ich hole dir deine Schuhe".
  • Wenn Ihr Kind etwas sagt, greifen Sie das Wort auf, wiederholen Sie es gegebenenfalls korrekt und stellen Sie es in einen echten Zusammenhang, zum Beispiel: "Buh ...", - Kuh... die gibt uns die Milch. Möchtest Du deine Milch?"
  • Sollten Sie ein Wort nicht verstehen, dann bitten Sie Ihr Kind, Ihnen zusätzlich den Gegenstand zu zeigen. Freuen Sie sich mit ihm, wenn die Verständigung wieder einmal geklappt hat.
  • Bieten Sie Ihrem Kind mit der Zeit immer neue Begriffe an. Beachten Sie dabei aber den Grundsatz: Sprache fördern statt fordern.

Teilweise entnommen aus dem Buch:"Sprich mit mir". Hrsg. Mehr Zeit für Kinder, 2004