buchstart1Das Projekt Buchstart, das ursprünglich ein Projekt der Freien und Hansestadt Hamburg ist (www.buchstart-hamburg.de), wird vom Netzwerk Leseförderung Lüneburg e.V. (NLL) mit Unterstützung der Ärzte und Kinderärzte sowie der öffentlichen Bibliotheken in Stadt und Landkreis Lüneburg  durchgeführt.
Es dient der frühkindlichen Förderung und soll bei Kleinkindern die Liebe zum Buch wecken und Eltern ermutigen, ihren Kindern vorzulesen.

 „Buchstart“ ist in Hamburg Teil der Initiative „Lebenswerte Stadt“. Inhaltlich und praktisch lehnt sich „Buchstart“ an das seit 15 Jahren sehr erfolgreiche Programm „Bookstart“ in Großbritannien an. Die Grundidee ist „frühzeitige Sprachförderung durch sprachliche Kommunikation“.

Die Einrichtung wurde zuerst in England 1992 aus privater Initiative entwickelt, dann vom Staat übernommen. Dort bekommt jedes Kind zum ersten, zweiten und vierten Geburtstag eine Tasche mit Büchern geschenkt. „Bookstart“ wird landesweit durchgeführt und von der Regierung getragen. Ziel ist es, bessere Bildungsvoraussetzungen und Hilfe in schwierigen Lebenslagen zu schaffen durch Vernetzung von Behörden, Verbänden und lokalen Initiativen.

 

In Hamburg ist die Kulturbehörde in Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Organisationen Träger des Projektes. Das NLL hat das Buchstart-Projekt aus Hamburg in Lizenz für die Stadt und den Landkreis Lüneburg übernommen. 

Die Weichen für die Leseentwicklung werden im Elternhaus gestellt: Die Sprach - und Leseförderung in der Familie ist der entscheidende Faktor für die Ausprägung des kindlichen Leseverhaltens. Was im frühkindlichen Alter, also vorwiegend in Familie und Kindergarten, versäumt wird, kann später nicht oder nur mit großer Mühe nachgeholt werden. Leider spielt nur in einem Drittel aller Haushalte mit Kindern zwischen 0 bis 10 Jahren Vorlesen eine Rolle! Fast die Hälfte aller 15-Jährigen in Deutschland nimmt nie ein Buch zum Vergnügen in die Hand!

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat in diesem Zusammenhang eine empirische Studie mit dem Titel "Lesesozialisation von Kindern in der Familie" durchführen lassen.

Hier die zentralen Ergebnisse:

  • Wer liest, macht Karriere in der Schule
  • das heißt: Der Bildungsimpuls "Lesefreude" überwindet Schicht-Grenzen
  • So viele Eltern wie nie zuvor sagen: Lesen ist wichtig für die kindliche Entwicklung
  • Vielen Eltern ist bewußt: Lesen fördert die verschiedensten Fähigkeiten
  • Aber: Skepsis bei jungen Eltern: Nur 42 Prozent der Unter-Dreißigjährigen Eltern glauben, dass Lesefreude beeinflussbar sei

Weitere Ergebnisse der Studie wurden im Rahmen der Schriftenreihe der Stiftung Lesen im Januar 2010 (Band 8) veröffentlicht.


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Eine Zusammenstellung von Hintergrundinformationen zum Thema frühkindliche Bildung finden Sie hier.